Ich habe mein Vision Board belächelt… bis DAS passiert ist!
Vom Skeptiker zum Überzeugten: warum ein klares Bild deiner Ziele mehr bewirkt, als rationale Menschen glauben.
Ein ausgeschnittenes Bild an einer Korkwand soll dein Leben verändern? Klingt nach Esoterik. Bis du hörst, wie ein zufällig ausgewähltes Foto Fabian auf die Bühne des größten Kampfes der UFC-Geschichte brachte. Diese Folge handelt vom Warum, vom Vision Board – und davon, warum das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass ein kleiner Traum wahr wird.
In Kürze
- Wenn das Warum stark genug ist, spielen das Was und das Wie keine Rolle mehr.
- Ein Vision Board macht deine Ziele konstant sichtbar – und erinnert dich täglich, dranzubleiben.
- Motivation hast du am Anfang, Disziplin macht den Unterschied – das unsichtbare Gummiband deines Umfelds zieht dich sonst zurück.
- Feiere die kleinen Meilensteine, statt dich nur auf das ferne Riesenziel zu pushen.
- Das Schlimmste, was passieren kann: ein kleiner Traum wird wahr.
Warum dein Warum über alles entscheidet
Das Wort "Warum" wird im Network-Marketing inflationär benutzt – und ist gleichzeitig eines der umstrittensten der ganzen Coaching-Szene. Damit es wirklich Kraft entfaltet, erklärt Fabian es mit einem Bild, das hängen bleibt: Stell dir ein 25 Meter langes, stabiles Holzbrett auf dem Boden vor. Du balancierst hinüber und bekommst 500 Euro – natürlich machst du das. Jetzt liegt dasselbe Brett zwischen zwei Türmen in Dubai, 150 Meter hoch, gesichert mit Klettergeschirr, für 1.000 Euro. Schon fallen die ersten weg. Ohne Sicherung, bei aufziehendem Sandsturm, für 5.000 Euro? Fast alle sagen Nein – das Risiko ist es nicht wert.
Letztes Bild: Es gewittert, das Brett ist glitschig, und auf dem brennenden Dach gegenüber steht dein Kind. Würdest du gehen? Die Antwort ist klar. Genau das ist die Power eines echten Warum: Du würdest nicht elegant balancieren, du würdest robben, dich festbinden, dir Hilfe holen – aber du würdest es schaffen. Wenn das Warum stark genug ist, findet das Wie sich von selbst.
Ein echtes Warum ist nichts in Stein Gemeißeltes. Fabian hätte nie gedacht, dass er einmal ein Kind aus Uganda adoptiert oder mit seiner Frau ein eigenes Waisenhaus aufbaut. Das Warum entwickelt sich mit jedem erreichten Meilenstein weiter.
Das Vision Board – und das unsichtbare Gummiband
Ein guter Einstieg ins eigene Warum ist die Übung "20 Dinge": Schreibe zwanzig Dinge auf, die du tun würdest, wenn Geld keine Rolle spielt. Die ersten acht bis zwölf sind meist materiell – Privatjet, Ferrari, Haus am Strand. Danach wird es haarig, denn jetzt geht es darum, was dich wirklich bewegt. Diese Liste in Ruhe und ehrlich zu vervollständigen, bringt dich deinem Warum entscheidend näher.
Diese Ziele gehören dann aufs Vision Board – ganz oldschool mit Korkbrett, ausgeschnittenen Bildern, Laminat und Nadeln, oder modern per KI. Wichtiger als die Technik ist die ständige Sichtbarkeit. Denn wir lassen Dinge oft nicht aus Faulheit liegen, sondern weil wir sie schlicht vergessen. Hängt dein Ziel dort, wo du es täglich siehst – meinetwegen auf der Toilette – wirst du ständig daran erinnert.
Hier kommt das unsichtbare Gummiband ins Spiel. Du kommst hochmotiviert von der Convention zurück, gepusht auf die 200.000-Euro-Harley statt der realistischen 20.000-Euro-Version. Doch zu Hause warten dieselben Freunde, dasselbe Umfeld, dieselben Gedanken – und das Gummiband zieht dich zurück, oft sogar unter dein altes Ziel. Wie Arnold Schwarzenegger sagt: Motivation hast du am Anfang, aber Disziplin macht den Unterschied. Und Disziplin entsteht, wenn wir die kleinen Meilensteine feiern, statt Menschen immer nur auf noch größere Ziele zu pushen.
Zwei Geschichten, die man nicht erfinden kann
Als Fabian und seine Frau ihr erstes Vision Board erstellten, bestand sie darauf, ein UFC-Event in Las Vegas aufzunehmen – obwohl Fabian abwinkte. Sie suchte irgendein Foto von zwei Kämpfern heraus und schrieb "Las Vegas" darüber. Jahre später spendete Fabian für eine Charity-Organisation und gewann einen Anruf aus den USA: persönliches Meeting mit UFC-Gründer Dana White, Live-Plätze beim Kampf Conor McGregor gegen Khabib Nurmagomedov – dem bis heute größten Kampf der Geschichte –, ein Platz beim Way-In vor 25.000 Menschen, eine Führung durchs UFC Performance Institute. Im Netflix-Film über Conor McGregor ist Fabian beim Way-In im Hintergrund zu sehen. Und der Clou: Der Kämpfer, den seine Frau ahnungslos ausgeschnitten hatte, war Conor McGregor selbst – aus einem frühen Kampf, lange bevor er berühmt wurde.
Die zweite Geschichte stammt von Fabians Sponsor in Dubai. Inspiriert vom Buch The Secret schrieb er auf einen symbolischen Scheck eine Summe, die er für völlig unrealistisch hielt: 333.000 Dollar. Der Scheck verschwand jahrelang in einem Umzugskarton. Als er ihn beim nächsten Umzug zufällig wiederfand, ging er ins Backoffice, rechnete nach – und stellte fest, dass er genau in diesem Monat 335.000 Dollar verdient hatte.
Solche Erlebnisse kann man für kein Geld der Welt kaufen. Ob du das spirituell, rational über die Neuprogrammierung des Unterbewusstseins oder ganz anders erklärst, spielt keine Rolle. Wichtig ist: Es funktioniert.
Stärkste Zitate aus der Folge
Wenn das Warum stark genug ist, spielen das Was und das Wie keine Rolle mehr.
— Fabian Fitzner
Das ist nicht Motivation, sondern Disziplin. Motivation hast du am Anfang – aber Disziplin macht nachher den Unterschied.
— Robert Pauly
Fazit
Das Vision Board kostet dich einen Nachmittag und kann dir fast alles bringen. Ignorierst du es, hast du eine hundertprozentige Sicherheit, dass nichts passiert. Machst du es, kannst du nur gewinnen – denn selbst wenn es "nur" deine Ziele täglich vor Augen hält und deine Disziplin stärkt, hat es sich gelohnt. Verknüpfe es mit einem echten, starken Warum, feiere die kleinen Erfolge auf dem Weg, und durchtrenne das unsichtbare Gummiband, indem du dein Umfeld bewusst wählst. Denn das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass ein kleiner Traum wahr wird.
