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Episode 16

90.000 Euro mit 200 Leuten? Was Networker endlich verstehen müssen

Die Mathematik hinter nachhaltigem Network-Einkommen – und warum kleine, aktive Teams oft mehr leisten als große, passive.

#Network Marketing#Strategie#Teamaufbau

Zwei Networker mit 200 Leuten verdienen 90.000 Euro im Monat. Einer mit 2.000 Leuten keine 1.000. Wie passt das zusammen – und was sagt es darüber aus, ob du über Produkt oder Geschäft aufbauen solltest?

In Kürze

  • Die Frage "Produkt oder Geschäft?" hat keine pauschale Antwort – beide Wege führen zum Ziel.
  • Eine Studie der WFDSA zeigt: Der Einstiegsgrund verteilt sich fast 50:50, es spielt am Ende keine Rolle.
  • Teamgröße sagt wenig aus – ein kleines Team mit starken Verkäufern schlägt ein großes mit lauter Mitläufern.
  • "Product of the Product" zu sein, ist die Basis für langfristigen Erfolg.
  • Aus Finanzvertrieben lassen sich zwei Dinge übertragen: Verkaufsfähigkeiten und Ernsthaftigkeit.

2.000 Leute, kein Geld – 200 Leute, 90.000 Euro

Robert startet mit zwei echten Anrufen aus seiner Zeit als DVD- und CD-Produzent. Der erste: Jemand meldet sich, er habe ein Team von 1.500 bis 2.000 Leuten, die alle Roberts Produkte bräuchten. Robert rechnet schon den Ferrari hoch. Nach mehreren unbeantworteten Rückrufen kommt der entscheidende Satz: "Wenn ich dann auch mal so 1.000 oder 1.500 Euro in meinem Geschäft verdiene, können wir nochmal sprechen." 2.000 Leute – und keine 1.000 Euro Einkommen.

Einige Jahre später der zweite Anruf. Zwei Jungs, etwa 200 Leute im Team, wollen Robert als Speaker buchen. Er geht im Preis runter, weil "da ja noch nicht so viel los ist". Dann fragt er beiläufig, was die beiden mit ihren 200 Leuten verdienen. Antwort, ohne mit der Wimper zu zucken: 90.000 Euro im Monat.

Genau hier zerfällt die Parole "man muss auf jeden Fall über das Geschäft führen". Es gibt weder die eine noch die andere Antwort. Eine Untersuchung der World Federation of Direct Selling Associations wollte genau das herausfinden – wie die Leute im Schnitt einsteigen. Das Resultat: Es gleicht sich fast 50:50 aus. Der Einstiegsgrund entscheidet nicht über den Erfolg.

Beide Wege funktionieren – wenn du sie richtig gehst

Fabian liefert die Gegenbeispiele. Eine gemeinsame Freundin, Italienerin, alleinerziehend, nach einer Trennung praktisch pleite, startete ausschließlich wegen der Produkte, die sie schon nutzte und gut fand. Heute zählt sie zu den erfolgreichsten Frauen Europas, gemeinsam mit ihrem Mann im zweistelligen Millionenbereich pro Jahr – über das Produkt gekommen.

Noch deutlicher die Texanerin, die Fabian im Greenroom eines Events in Las Vegas kennenlernte: 14 Jahre lang nur Kundin, bestellte immer beim selben Typen. Bis eine Freundin die Produkte sah und fragte, ob sie auch "in diesem Business" sei. "Was für ein Business?" Sie wurde Top-Leaderin und mehrfache Millionärin. Tut Robert leid für den Typen, der ihr 14 Jahre lang nur verkauft hat – aber wer nicht anspricht, ist selbst schuld.

Fabian selbst kam über das Geschäft, weil er es unternehmerisch sah, wegen Multiplikation und Hebel. Interessant: Produkte aus seinen früheren Companies stehen bis heute bei ihm zu Hause. Und es gibt unzählige Leute, die wegen des Business starten, merken, dass es nichts für sie ist, und trotzdem jahrelang treue Produktkunden bleiben. Zwei komplett unterschiedliche Wege, gleich große Ergebnisse.

Einzelhandel, Glaube ans Produkt und Ernsthaftigkeit

Bei den beiden Jungs mit den 90.000 Euro war ein Faktor entscheidend: starker Einzelhandel. Wenige Leute, aber jeder mit richtig guten Pro-Kopf-Umsätzen. Viele betrachten den Einzelhandel von oben herab – "die Produktfuzzis" gegen den "wichtigen Geschäftsmann". Das eine ist nicht besser als das andere, es sind unterschiedliche Wege. Wichtig ist nur, dass du im Klaren bist, was du willst, und deine Leute entsprechend aufstellst.

Damit ein Geschäft nicht nur profitabel, sondern dauerhaft wird, braucht es echte Produktfans. Wer die Produkte regelmäßig kauft, verkauft und konsumiert, steigt nicht so schnell aus wie jemand, der nur eine Geschäftsblase aufbaut. "Product of the Product" zu sein ist für langfristigen Erfolg zwingend. Der Vertriebler, der "einen Kühlschrank an einen Eskimo verkaufen kann", ist im Network nicht der Richtige – denn bei uns beginnt die Beziehung erst nach der Transaktion. Startpaket gekauft, Produkt gekauft, dann geht die Arbeit los.

Genau dieser Glaube ans Produkt ist übrigens auch der Grund, warum Investment-Scams so einen Hype erzeugen. Die Leute sehen 20 Euro täglich auf 500 Euro Investment und glauben felsenfest dran – mit dieser Überzeugung rekrutieren sie. Ein schlechtes Beispiel für etwas Gutes. Fabians Randnotiz aus 20 Jahren Branche: Er hat noch kein MLM-System im Krypto- oder Investmentbereich gesehen, das älter als vier Jahre geworden ist.

Aus den wenigen Finanzvertrieben, die im Network funktioniert haben, lässt sich zweierlei übertragen: Verkaufsfähigkeiten und Ernsthaftigkeit. Dort hieß es: Liste machen, Termin ausmachen, Liste abarbeiten – und dieser Termin stand fest. Three strikes, you're out. Diese Ernsthaftigkeit darfst du anderen aufzwingen, auch wenn du ihnen nicht deine Lieblings-Kontaktmethode aufzwingen musst.

Stärkste Zitate aus der Folge

Ich habe in den 20 Jahren Network-Marketing noch kein MLM-System im Krypto- oder Finanzbereich gesehen, das älter als vier Jahre geworden ist.

Fabian Fitzner

Da hat mir jemand von einer Riesenorganisation mit 2.000 Leuten erzählt – und er verdient noch nicht mal 1.000 Euro.

Robert Pauly

Bei uns geht die Beziehungsebene meistens nach der Transaktion erst los. Startpaket gekauft, Produkt gekauft – dann geht es los mit der Arbeit.

Fabian Fitzner

Fazit

Ob du über Produkt oder Geschäft aufbaust, entscheidet nicht über deinen Erfolg – beide Wege führen nachweislich zu großen Ergebnissen. Was zählt, ist Klarheit über deinen Weg, echte Begeisterung fürs Produkt und die Kombination aus Verkaufsfähigkeit und Ernsthaftigkeit. Teamgröße ist eine Eitelkeitskennzahl. 200 starke Leute schlagen 2.000 Mitläufer.