Wer kann länger Urlaub machen – du oder der Multimillionär?
Eine einfache Frage entlarvt, wie abhängig dein Einkommen wirklich von deiner Anwesenheit ist – und was das über echtes Vermögen sagt.
Setz dich neben einen Multimillionär und stell ihm eine einzige Frage: Wer von uns kann länger Urlaub machen? Fabian gewinnt sie in 95 % der Fälle. Warum erfolgreiche Unternehmer die besseren Networker sein können – und wie du sie für dich gewinnst.
In Kürze
- Viele große Unternehmer schätzen Network-Marketing – ihr Haupteinstieg ist fast immer das Thema Freiheit.
- Die "Macht der dritten Person" macht es möglich, selbst als Anfänger mit Top-Leuten zu sprechen.
- Vier Typen: Geld/keine Zeit, Zeit/kein Geld, beides nicht – und die wenigen, die beides haben. Der Unterschied ist Hebel und System.
- Jeder Mensch ist rekrutierbar – aber nicht zu jedem Zeitpunkt und nicht von jedem.
- Trau dich, nach oben zu rekrutieren. Dein Geschäft wächst dann wesentlich schneller.
Warum Unternehmer einsteigen: Freiheit statt Ratten-Schwanz
Robert fallen sofort fünf bis zehn wirklich große, erfolgreiche Unternehmer ein, die für sich erkannt haben, dass Network-Marketing eine klasse Sache sein könnte – Friseurketten-Inhaber, Automobilunternehmer, Leute aus dem Baugewerbe. Er betont das Wort "könnte", denn der Einstieg hing jedes Mal davon ab, dass die Präsentation gepasst hat. Genauso viele Unternehmer haben abgelehnt.
Der Haupteinstieg war fast immer das Thema Freiheit. Diese Leute verdienten gutes Geld, zogen aber einen riesigen Ratten-Schwanz an Verpflichtungen hinter sich her. Sie konnten sich theoretisch alles leisten – nur mit den Dingen nichts anfangen, weil ihnen die Zeit fehlte. Robert erinnert sich an einen Arzt mit großer Praxis und angehängter Klinik, der genau deshalb einstieg und aus dem Klinikgeschäft ausstieg: Er wollte dieses ganze Paket nicht mehr.
Entscheidend war, dass dieser Arzt das Geschäft von Leuten vorgestellt bekam, die seinen Lifestyle bereits vorlebten. Die ihm zeigen konnten, wie es geht – und wie sie es ihm beibringen. Deshalb sagte er: "Da bin ich dabei." Aber was tust du, wenn du selbst noch nicht auf diesem Niveau bist?
Die Macht der dritten Person
Fabians Antwort ist der große Vorteil unserer Branche: die Macht der dritten Person. Er vergleicht es mit einem Rollenspiel wie World of Warcraft oder Baldur's Gate. Du startest als Waldelf Level 0 und levelst durch Quests hoch. Im Leben ist es genauso: Du eignest dir über die Zeit Fähigkeiten an. Bist du jetzt Networker Level 40 und triffst einen Klinik-Inhaber auf Level 70, klafft eine Lücke. Aber du kennst in deiner Upline Menschen auf Level 90. Du musst nur die Verbindung herstellen.
Sprich Fabian mit Unternehmern, redet er nie über Network-Marketing, sondern: "Wir bauen gerade ein Unternehmernetzwerk für ein großes Unternehmen aus den USA auf. Bist du grundsätzlich offen für weitere Einkommensströme?" Da sagt kein Unternehmer nein. Auf die Rückfrage folgt: "Lass uns mal ein Meeting machen mit meinem Geschäftspartner, der in Dubai lebt und dies und das aufgebaut hat." So setzt du die dritte Person ein.
Robert kennt die Kehrseite. Vor Jahren wollte er einen Kontakt anrufen, den er gut kannte und mochte – aber der stand so weit oberhalb seiner "Nahrungskette", dass klar war: Der nimmt mich nicht ernst. Er bat den Sponsor seines Sponsors um Hilfe und bekam nur "Sag ihm doch dieses und jenes". Es ging aber nicht ums Sagen, es ging darum, ernst genommen zu werden. Drückebergerei von jemandem, der sich selbst nicht ans Telefon traute. Das Gespräch war verbockt, die wertvolle Person verloren.
"Take a millionaire to lunch and pay the bill"
Roberts Lösung: Schließ dich mit guten Leuten zusammen. Seine Erfahrung – gute Leute sind sehr offen, wenn du erstens selbst ernsthaft bist und zweitens etwas zurückgibst. Oder wie Jim Rohn es sagte: "Take a millionaire to lunch and pay the bill." Übernimm selbst die Verantwortung, erwarte nicht, dass erfolgreiche Leute etwas für dich tun oder dich gar einladen. Biete ihnen etwas an, werde für sie wertvoll. Dann machen sie auch die Dreiergespräche für dich – selbst in fremden Organisationen, an denen sie nichts verdienen, weil erfolgreiche Menschen Freude daran haben, wenn junge Networker nachwachsen.
Das Schöne: Kaum jemand macht das. Die meisten kommen mit Bedürftigkeitsmentalität – "das steht mir zu, die Firma soll was für mich tun". Wer stattdessen mit der Haltung kommt "ich darf von großartigen Leuten lernen und leiste erst meinen Beitrag", gehört zu einer kleinen Gruppe. Genau deshalb sind die Chancen, solche Menschen zu gewinnen, unverhältnismäßig groß.
Fabian ergänzt die super indirekte Einladung. Er ruft einen ehemaligen Chef an: "Herr Müller, ich baue gerade was Größeres auf, ein Unternehmernetzwerk, und suche richtig gute Vertriebler. Sie haben doch ein riesiges Netzwerk – wären Sie bereit, mir ein paar Leute zu empfehlen?" Auf die Rückfrage, worum es geht, schickt er ein Video – idealerweise von einem erfolgreichen Geschäftspartner, nicht von sich selbst. So stellt er die dritte Person vor und nimmt vielen die Angst aus dem Gespräch. Und die heutigen Werkzeuge machen das in Sekunden möglich: Ein Smartphone-Video hat eine Qualität, die sich vor zwanzig Jahren nicht mal das ZDF schnell hätte leisten können.
Geld oder Zeit – und warum die Urlaubsfrage alles entscheidet
Fabians Pitch für Unternehmer beginnt mit einer Vierer-Matrix. Es gibt Menschen mit viel Zeit und kein Geld. Menschen mit viel Geld und keiner Zeit. Menschen mit weder Geld noch Zeit. Und ganz wenige, die beides haben. Alle haben 24 Stunden. Der Unterschied ist System und Hebel – wer Zeit und Geld hat, hat sein Geschäft so systematisiert, dass er nicht mehr gebraucht wird, oder ein bestehendes Modell wie Franchise oder Network übernommen.
Genau hier sitzt die Urlaubsfrage. Wenn Fabian in Dubai mit Menschen am Tisch sitzt, die ein Vermögen im hohen zwei- bis dreistelligen Millionenbereich haben, stellt er eine Frage und gewinnt in 95 % der Fälle: "Wenn wir zwei zusammen in Urlaub fahren – wer kann länger bleiben?" Der klassische Unternehmer hat Angestellte, die kündigen, Probleme, die gelöst werden müssen, ständig Arbeitszeit, die draufgeht. Im Network kommt am Monatsende das Geld aufs Konto.
Die Augen geöffnet hat Fabian die Geschichte von Matteo, einem Bekannten im siebenstelligen Nettobereich aus dem Gold- und Diamantenhandel, den er auf einem Black-Tie-Event in Rom traf. Dessen Frau Manuela hatte mit Network gestartet, brachte bald 1.000, 2.000, 3.000 Euro nach Hause. Matteo verstand nicht, wo das Geld herkam, half mit seinem Netzwerk – und gemeinsam kamen sie auf etwa 10.000 Euro im Monat. Auf Fabians Frage, warum sich das bei einem Millioneneinkommen lohnt, rechnete Matteo vor: "Für 10.000 Euro im Monat müsste ich bei 5 % Rendite 2,4 Millionen anlegen. Weißt du, was das Beste ist? Die 10.000 haben wir jetzt schon – und die 2,4 Millionen habe ich immer noch." Ein Unternehmer und Investor schaut einfach anders drauf.
Stärkste Zitate aus der Folge
Wenn wir zwei zusammen in den Urlaub fahren – wer, glaubst du, kann länger bleiben? Und da gewinne ich fast immer.
— Fabian Fitzner
Jeder Mensch ist rekrutierbar – aber nicht zu jedem Zeitpunkt und nicht von jedem.
— Fabian Fitzner
Take a millionaire to lunch and pay the bill. Übernimm selbst die Verantwortung – erwarte nicht, dass erfolgreiche Leute dich einladen.
— Robert Pauly
Fazit
Erfolgreiche Unternehmer sind oft die besseren Networker, weil sie System und Hebel sofort verstehen und keine Energie haben, andere herabzuziehen. Du musst selbst nicht auf ihrem Niveau sein – nutze die Macht der dritten Person, sei ernsthaft, gib zuerst und arbeite mit den Top-Leuten in deiner Upline zusammen. Trau dich, nach oben zu rekrutieren statt nur auf Augenhöhe oder nach unten. Dein Geschäft wächst dann wesentlich schneller.
