Warum viele erfolgreich werden… und ALLES verlieren!
Erfolg halten ist schwerer als Erfolg erreichen. Welche Muster Menschen nach dem Durchbruch wieder alles kosten.
Viele im Network-Marketing verdienen irgendwann richtig viel Geld – und stehen Jahre später mit leeren Händen da. Warum? Weil sie immer das nächste Level wollten und vergaßen, was sie längst hatten. Diese Folge handelt von Dankbarkeit, von der gefährlichen Konsuminflation und davon, dass der wahre Gewinn oft gar nichts mit Geld zu tun hat.
In Kürze
- Sehr viele einst finanziell extrem erfolgreiche Networker haben heute nichts mehr – weil ihnen wichtiger war, wie andere sie wahrnehmen, als bei den eigenen Zielen zu bleiben.
- Echte Stärke liegt in der Balance: kleine Dinge feiern, ohne den Höhenflug zu kriegen oder sich runterziehen zu lassen.
- Konsuminflation ist der Versuch, sich Glück und einen Zustand durch externe Dinge zu kaufen – ein Fass ohne Boden.
- Wer nur das Einkommen als Messlatte nimmt, übersieht den größten Wert: Mindset, Fähigkeiten und Community.
- Network-Marketing bietet Erfahrungen wie Public Speaking, die du in kaum einem anderen Geschäft von Tag eins an machst.
Dankbarkeit – und ihre richtige Balance
Fabian erzählt von einem Morgenspaziergang auf Mauritius mit einem engen Freund, den er aus Dubai mitgenommen hatte – genau in der Woche, als der Luftraum über der Region kurzzeitig geschlossen war. Es ging dabei nicht um Geld oder Materielles, sondern um die schlichte Dankbarkeit, sich überhaupt frei bewegen zu können. Diese kleinen Erfolge immer wieder bewusst zu feiern und sich an die Träume von vor zehn oder zwanzig Jahren zu erinnern – damals "nur" nicht mehr um sieben Uhr aufstehen zu müssen –, hält geerdet.
Robert mahnt zur Balance. Wenn wir uns zu sehr mit der Vergangenheit oder mit dem Vergleich zu anderen beschäftigen, blockieren wir uns. Dankbarkeit darf nicht zum Argument werden, sich mit 1.500 Euro im Monat zufriedenzugeben. Gleichzeitig sollten wir nicht gierig werden oder Dinge für selbstverständlich nehmen, nach dem Motto "das steht uns doch zu". Zu vielem gehört Glück: In welchem Land und bei welchen Eltern wir geboren werden, können wir nicht beeinflussen. Selbst steuern können wir unser Schicksal erst ab dem Moment, ab dem wir selbst entscheiden.
Das Bild von Daedalus und Ikarus bringt es auf den Punkt: nicht zu hoch fliegen, damit die Sonne das Wachs nicht schmilzt, aber auch nicht zu tief, damit die Feuchtigkeit nicht herunterzieht. In genau dieser Balance liegt die Lehre.
Konsuminflation – die Falle des nächsten Levels
Fabian beschreibt ein Phänomen, das er in 20 Jahren immer wieder gesehen hat: Top-Führungskräfte, die einst massiv verdienten und heute nichts mehr haben. Der Grund ist immer derselbe – sie wollten das nächste Level, das nächste Level, das nächste Level. Ihnen war wichtiger, wie andere sie wahrnehmen, als bei den eigenen Zielen zu bleiben. Die teuerste Uhr für Social Media, der teuerste Anzug, am besten zwei oder drei Sportwagen. Aber nichts hält für die Ewigkeit.
Charlie Munger, der verstorbene Geschäftspartner von Warren Buffett, prägte dafür den Begriff der Konsuminflation: Wer den A3 hat, will den A4, und ist mit dem A4 schon nicht mehr glücklich. Ein Meme bringt es auf den Punkt – der Rollstuhlfahrer beneidet den Fußgänger, der Fußgänger den Radfahrer, der Radfahrer den Autofahrer, und so weiter bis zum Flugzeug. Das Glück liegt immer eine Stufe höher und ist nie erreichbar, weil wir versuchen, uns einen Zustand durch externe Dinge zu kaufen.
Die Alternative ist die Freude an der Tätigkeit selbst – labor ipse voluptas, in der Arbeit selbst liegt der Lohn. Wer mit Freude an der Sache ins Network-Marketing startet, ist nicht auf das Geld und nicht auf bestimmte Leute angewiesen. Du kannst einem Kunden, der dein Produkt doof findet, gelassen in die Augen sehen und musst niemandem hinterherrennen. So machst du dich unabhängig – und kannst trotzdem mächtig Freude an Jet, Jacht oder Sportwagen haben, gerade weil du nicht darauf angewiesen bist. Wichtig bleibt: Geld gewinnbringend investieren, statt den Lebensstandard ständig nachzuziehen.
Der größte Wert ist nicht messbar
Ein häufiger Fehler ist, allein die Finanzen als Messlatte zu nehmen – weil Geld eben eine konkrete Zahl ist. Wenn Robert auf Seminaren fragt, wer außer dem finanziellen Erfolg noch etwas fürs Leben mitgenommen hat, gehen alle Hände hoch: Mindset, ein verändertes Umfeld, neue Fähigkeiten – und vor allem Community. Eine Gruppe von Menschen zu haben, die an einen glauben, ist einer der größten Faktoren. Gerade in einer Gesellschaft, in der uns von klein auf eingeimpft wird, Geld sei schlecht ("Wir sind zwar nicht reich, aber wenigstens ehrlich", wie Onkel Ben im alten Spider-Man sagt), ist es unbezahlbar, plötzlich Menschen um sich zu haben, die einen fördern statt runterziehen.
Bahnbrechend war für Fabian das Public Speaking. In welchem Geschäft kannst du von nahezu Tag eins an auf einer Bühne zu Menschen sprechen? Network-Marketing bietet diese Chance – ebenso wie das Überzeugen von Ideen, das Ansprechen fremder Menschen, das Überwinden der eigenen Grenzen. Diese Erfahrungen sammelst du, lange bevor du Geld verdienst.
Robert erzählt von Maximilian, einem heute engen Freund, der das Geschäft anfangs für ein "Hausfrauengeschäft" hielt und stattdessen sein eigenes Coaching-Business aufbaute. Nach anderthalb Jahren fragte er Robert, warum dessen Räume voll wurden und seine nicht – und stieg dann doch ein. Er wurde eine von Roberts Top-Führungskräften und baute sich darüber eine Karriere im Coaching und Public Speaking auf. Und viele berichten dasselbe wie über Roberts Telefon-Training: Diese Fähigkeit hat ihnen den Rest ihres Lebens weitergeholfen – ganz ohne dass es mit dem Geldverdienen im Network-Marketing zu tun hatte.
Stärkste Zitate aus der Folge
Sehr viele, die mal massiv finanziell erfolgreich waren, haben heute nichts mehr – weil es ihnen wichtiger war, wie andere sie wahrnehmen, als bei ihren eigenen Zielen und Wünschen zu bleiben.
— Fabian Fitzner
Wenn wir an der Sache selbst Freude haben, ist das Ergebnis – vorausgesetzt, wir nagen nicht am Hungertuch – nahezu egal. In der Arbeit selbst liegt schon der erste Lohn.
— Robert Pauly
Fazit
Erfolg wird nicht dadurch dauerhaft, dass du immer mehr verdienst, sondern dadurch, dass du behältst, investierst und vor allem den Boden unter den Füßen nicht verlierst. Die Konsuminflation ist eine Falle, die selbst Topverdiener ruiniert hat. Bleib dankbar für das, was du hast, feiere die kleinen Schritte, und erinnere dich daran: Der größte Gewinn im Network-Marketing – Mindset, Fähigkeiten und eine Community, die an dich glaubt – steht auf keinem Scheck. Erfolg erfolgt aus der Aktivität. Das Geld kommt später.
